Wer steckt hinter PferdeSpiegel?

Das bin ich: Saskia, 30 Jahre, Biologin, Wissenschaftskommunikatorin, Online-Redakteurin, Kletterin und seit 2014 Besitzerin von Wingardio, 6 Jahre, Shagya-Araber Wallach, fröhlich, menschenzugewandt, sensibel, vorsichtig, aber überwiegend neugierig, Plastikplanen- und Kopflampenverachter.

Reitunterricht 1997 auf Frechdachs. Foto: A. Blank (privat)

Reitunterricht 1997 auf Frechdachs. Foto: A. Blank (privat)

Was bisher geschah…

Mit acht Jahren machte ich Reitferien. Von da an hatte mich das Pferdefieber gepackt. Zusammen mit meiner Mutter, die auch schon früher geritten ist, verbrachte ich die Wochenenden in einem Selbstversorger-Offenstall. Auf dem Shetland-Pony Frechdachs lernte ich damals reiten.

Roy

Roy kurz nach seiner Ankunft im Januar 1999. Foto: A. Blank (privat)

Im Winter ’98/’99 kam eine Frau mit einem weißen Welsh Cob Hengst auf den Hof. Ich bekam eine Reitbeteiligung auf Roy und damit den besten Pferdefreund, den ich bisher je hatte. Roy und ich hatten eine ganz besondere Beziehung zueinander. Ich habe durchweg nur schöne Erinnerungen an ihn. Zu anderen Menschen war er auch mal zickig, doch mit mir machte er alles mit. Da er schon älter war, ging ich viel mit ihm spazieren, aber er liebte es auch über die Felder zu galoppieren. Meine ersten Zirkuslektionen versuchte ich ihm beizubringen. 2003 zog seine Besitzerin dann ganz plötzlich weg und eine Welt brach für mich zusammen. Ich konnte mich nie wirklich verabschieden bis ich vier Jahre später von seinem neuen, fünf Stunden entfernten Zuhause erfuhr, ihn dort besucht und mich endlich richtig von ihm verabschieden konnte. Roy hat mir gezeigt, dass der Umgang mit Pferden und das Reiten leicht und einfach sein kann. Diese Unbeschwertheit wünsche ich mir heute oft zurück.

Außerdem gab es dann noch Roma. Eine Polnische Warmblut Stute, die sich meine Mutter zusammen mit zwei Freunden gekauft hatte. Roma war eine sehr sensible Stute, aber ich habe nie so wirklich den Draht zu ihr bekommen. Sie gehört immer noch einem Freund der Familie und genießt auf einem schönen Hof ihre frühe Rente im Offenstall.

Ausritt in Mendoza, Argentinien. Foto: Privat

Während meines Studiums bin ich nur sehr unregelmäßig geritten und fand die Freude am Reiten in Südamerika wieder, wo ich viele Möglichkeiten hatte, Land und Leute auf diesem Weg besser kennenzulernen.

Ein neuer Weg…

HighNoon_web

High Noon im Winter 2013. Foto: A. Blank (privat)

Im Winter 2013 suchte eine Bekannte meiner Eltern eine Reitbeteiligung für ihre bildschöne Hannoveraner Stute. Auf High Noon hatte ich erstmals wieder „richtigen“ Reitunterricht, genoss aber mehr die Ausritte mit ihr, bis ich ein für mich sehr unschönes, bis heute nachwirkendes Erlebnis hatte (Hier kannst Du es nachlesen: Angst beim Reiten). Zum allerersten Mal verspürte ich plötzlich Angst vorm Reiten und sogar vor der Stute. Infolgedessen begann ich mich aktiv mit Natural Horsemanship zu beschäftigen.

Der Weg zum eigenen Pferd…

Im Sommer 2014 wurde klar, dass High Noon nach Österreich umziehen würde. Mir kam zum ersten Mal der Gedanke, mir tatsächlich ein eigens Pferd zu kaufen. So begann meine Suche, auf der ich zunächst Ginger kennenlernt. Gingers Besitzerin wollte sich zwar schweren Herzens von ihr trennen, sie aber nicht einfach irgendjemanden in den Hänger laden. Die Anzeige „Reitbeteiligung mit Kaufoption“ schien mir sehr gut zu sein. Letztendlich habe ich Ginger dann doch aus vielen verschiedenen Gründen nicht gekauft. Heute gehört sie einem sehr netten Vater-Tochter-Gespann.

Wingardio Dezember 2014

Mein größtes Weihnachtsgeschenk. Foto: Severin Klisch / KlischKlick

Wingardio…

Durch großen Zufall und vielleicht auch Fügung lernte ich kurz darauf Wingardio kennen. Schon beim ersten Besuch auf dem Shagya-Araber-Gestüt Eichenhof war eigentlich klar, dass er mich begleiten würde. Im Dezember 2014 Jahres habe ich ihn dann gekauft und es noch nie bereut. Ich bin um jeden Moment dankbar, den er mit mir teilt.


Falls Du noch mehr Fragen zu mir oder Wingardio hast, kannst Du mir gerne eine Nachricht an mail@pferdespiegel.com oder in die Kommentare schreiben.

Außerdem bin ich neugierig, wer Du bist. Vielleicht hast Du ja Lust Dich vorzustellen, mir von Deinem Pferd zu erzählen oder von Deinem Traum vom eigenen Pferd.

Auf meiner Facebook-Seite findest Du übrigens auch viele Links und Hinweise zu anderen interessanten Pferdeseiten und Blogs. Wenn Du keinen weiteren Artikel mehr verpassen möchtest und mehr Privates erfahren willst, dann melde Dich für den Newsletter an. Über auf dieser Seite geht es darum, warum und worüber ich überhaupt blogge.

15 Kommentare

  1. Ann Ma

    Hallo Saskia,
    über Umwege kam ich eben das erste Mal auf Deinen Blog- das hat mich umgehauen! Warum? Ich sah Deinen Araber auf dem Bild – dann Dich – dann „30 Jahre alt… im Winter 2014 den Traum vom eigenen Pferd erfüllt..“ und „ein Blog über den Weg mit dem ersten eigenen Pferd, weil man im Netz so Viel, aber meistens Halbwissen findet, wenn man Hilfe sucht…“ Großartig, dass Du das verwirklicht hast, was mir vor einiger Zeit ebenso fehlte – und was ich eigentlich selbst auch starten wollte 😀

    Denn: Ich war 30 und hatte mir im Winter 2012 den Traum vom ersten eigenen Pferd (weißer Araberwallach, damals 6 Jahre alt, übrigens mit kleiner Schnippe zwischen den Nüstern…) erfüllt und war ebenso genervt von all dem Halbwissen.

    Letztendlich hatte ich Ladehemmungen wegen der Öffentlichkeit (als Online-Redakteurin ist man da vielleicht empfindlich 😉 )- und dann kam ich nicht mehr dazu, meinen Blog zu starten, weil dann plötzlich noch zwei kleine Menschen unsere Familie vergrößerten und ich für das Ausleben meiner Pferdeliebe – und für mein Schimmelchen selbst – nicht mehr allzu viel Zeit hatte. Traurig irgendwie. Aber gut zu sehen, dass sich auch ohne mein Zutun etwas getan hat – dank Dir.

    Langsam versuche ich, mich aus der Babyphase zu meinem Pferd zurück zu kämpfen. Er ist jetzt 11 und wir haben so wahnsinnig viel nachzuholen. Das macht mir regelmäßig ein schlechtes Gewissen (darüber könnte ich eine Menge schreiben). Überhaupt beschäftige ich mich auch mit den Themen Persönlichkeit meines Pferdes, Pferd-Reiter-Beziehung, Angst beim Reiten (den High-Noon-Artikel habe ich gelesen. Ich hatte ein ähnliches Erlebnis mit einem fremden Pferd), mit Kräutermischungen (natürlich aus der Krauterie) und so.

    Sehr schön, Dich hier virtuell gefunden zu haben 🙂 Ich werde noch viel lesen müssen…
    Alles Liebe
    Ann Ma

    • Hallo Ann,

      vielen lieben Dank für Deine Nachricht auf meiner Seite, über die ich mich total gefreut habe. So sehr, dass ich seit langem mal wieder tatsächlich an meinem Blog sitze und denke, dass ich mir vielleicht doch wieder mehr Zeit nehmen sollte, hier zu schreiben 🙂 Die letzten Monate waren dafür etwas sehr turbulent, aber ein Artikel schlummert auf jeden Fall noch in der virutellen Schublade.

      Die Übereinstimmungen sind wirklich verblüffend, verrückt. Es freut mich sehr, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Das Thema schlechtes Gewissen kenne ich auch nur zu gut. Wingardio ist gerade sieben Jahre geworden und ich denke ständig, dass er schon sooo viel mehr können müsste, was natürlich Quatsch ist. Hach, ein schönes Blogthema oder?

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude mit Deinem Araber und schreib mir gerne ab und zu, wenn Du magst und Dich an Deine Situationen erinnert fühlst. Viele liebe Grüße!!! Saskia

  2. Miriam Schuldt

    Hallo Saskia, ich bin heute zufällig auf Deine Seite gestoßen und fühlte mich gleich angesprochen. Ich bin Miriam, 36 Jahre alt, Mutter von 4 Kindern und habe mir im Januar auch den Herzenswunsch eines eigenen Pferdes erfüllt. Ich habe ihn gesehen und es hat „geknallt“ -der ist es! Er heißt Johnny, ist 6 Jahre alt, ein Friese-Kaltblut-Warmblut-Mix und vom Naturell her ein sanfter Riese, ruhig und ausgeglichen aber auch ein Taschenkriecher auf der Suche nach Leckerlies. Er ist ausgebildet als Holzrückepferd und 1 -und 2-spännig gefahren aber er wurde nicht geritten. Das fand ich nicht schlimm, denn ich dachte wir können uns Zeit lassen und wir machen es in unserem Tempo.
    Ich selbst hatte als Teenager 2 Jahre Reitunterricht, lernte aber nichts Wesentliches über Pferde (Psychologie, Kommunikation) und hatte kaum die Möglichkeit einfach nur bei den Pferden zu sein. Jetzt lese und recherchiere ich seit letzten Sommer, um mir Wissen anzueignen. Zur Zeit gehe ich mit ihm viel spazieren, stehe einfach nur in der Herde oder wir kuscheln im Offenstall im Stroh. Desweiteren versuche ich Sandra Königs (www.sacred-life-horse-school.com) Chi Horsing anzuwenden, allerdings nur von ihrer Website und ihren Youtube-Videos, da mich ihre Herangehensweise sehr anspricht. Leider kann ich ihre Kurse nicht besuchen, weil 1900 Euro für 6 Tage einfach Wucher sind. Doch irgendwie habe ich das Gefühl mir fehlt noch einiges an Fähigkeiten um mein Pferd auszubilden, denn eigentlich muss ich erst ausgebildet werden… Ich weiß es klingt irre – eine Anfängerin mit einem Jungpferd – geht’s noch?! Ich bin trotzdem zuversichtlich, denn es ist eine riesige Chance für uns beide.

    • Hallo Miriam,
      vielen Dank für Deine nette Nachricht. Ich freue mich, dass Du Dich auf meinem Blog gleich wohl fühlst und Eure Geschichte mit mir teilst. Klar geht das! 🙂 Solange man sich über seine Fähig- und Möglichkeiten bewusst ist. Es kommt ja auch ein wenig darauf an, was man genau mit seinem Pferd „erreichen“ möchte, also jetzt nicht im Sinne von Turnierschleifen sammeln. Ich habe mir auch ein junges Pferd gekauft ohne beispielsweise viel Ahnung von der Ausbildung eines Pferdes zum Reitpferd zu haben. Wahrscheinlich bin ich keine schlechte Reiterin, aber da gehört dann doch etwas mehr dazu. Ich habe einen guten Trainer zur Seite und manchmal ist es einfach nur beruhigend zu wissen, dass jemand da ist, den ich fragen kann und der seit vielen Jahrzenten Pferde gefühlvoll ausbildet. Hast Du denn Hilfe, die Du in Anspruch nehmen könntest? Gerne kannst Du mir jeder Zeit schreiben, falls Du Fragen hast und ich beantworte sie Dir gerne mit meinen Möglichkeiten. Für mich klingt es so als hätte Johnny einen sehr verständnis- und vertrauensvollen Menschen in Dir gefunden und damit habt ihr das allerwichtigste in einer Pferdebeziehung schon geschaffen.
      Ich wünsche Euch weiterhin viel Freude zusammen! Liebe Grüße, Saskia

  3. Caro

    Hallo Saskia,

    ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen und werde hier bestimmt noch etwas mehr Zeit verbringen.
    Ich habe fest vor mir ein Pferd anzuschaffen, wenn ich in einem guten Jahr mit dem Studium durch bin und tatsächlich mal Geld verdiene 😉 Ich bin gespannt, was ich hier in der Zwischenzeit lernen kann!

    • Hi Caro! Schön zu hören, dass Du hier mitliest 🙂 Das mit dem Studium und kein Geld kenne ich auch nur zu gut. Bei mir kam auch noch „keine Zeit“ hinzu. Aber irgendwann ist dann der richtige Zeitpunkt da, ich drücke Dir die Daumen! Wenn Du in der Zwischenzeit Fragen haben solltest, immer her damit 🙂
      Liebe Grüße, Saskia

      • Caro

        Keine Zeit natürlich auch… und dass man nie vorhersagen kann, ob man auf einmal 12 Stunden an einem Übungszettel hockt 😀
        Aber vielen Dank! Es kommen bestimmt mal welche auf 🙂

        • Oh ja die Übungszettel, grausig. 😉 Viel Erfolg, das überstehst Du auch! 🙂

  4. Pingback: Pferdige Fundstücke aus dem Juni - PferdeSpiegel

  5. Leika

    Hallo

    Ich habe ein wenig auf deinem Blog heute gelesen . Ich habe auch eine shagya Stute, sie ist nun 18 vom Gestüt Orgis .
    Wir sind nun 6 Jahre zusammen und es war eine sehr emotionale Zeit mit viel Freude aber auch viel Leid und Tränen . Aufgegeben habe ich nie und meine Stute ist das beste ( trotzallen Schwierigkeiten ) was mir je passiert ist .

    • Hallo Leika,

      schön, dass Du mir schreibst und dass Du meine Seite gefunden hast. Das hört sich nach einer sehr emotionalen Geschichte an, die Du und Deine Stute erlebt habt. Von wem ist denn Deine Stute? Kennst Du Vater und Mutter?

      Alles Liebe weiterhin mit ihr und hoffentlich mehr schöne Momente! Grüße, Saskia

      • Leika

        Ja es ist eine lange und emotionale Geschichte auch heute noch 🙂
        Ihre Mama ist fatima und der Vater edfu .

        • Oh, ich habe schon gehört, dass die Fatima Kinder so ihren eigenen Kopf haben können 🙂 Ich hoffe, sie macht Dir dennoch viel Freude!

          • Leika

            Ja einen eigenen Kopf hat sie , sie ist sehr speziell mit Menschen . Wir haben zusammen viel Freude und ich hoffe sehr es bleibt noch lange so . Wingardio ist ein sehr hübscher . Von den Charaktereigenschaften die damals auf der Homepage standen hätte er mich angesprochen 🙂 ich wünsche euch beiden viel Glück Freude und Zufriedenheit .?

          • Danke liebe Leika! Du bist natürlich immer herzlich eingeladen hier unseren Weg zu verfolgen. Das Kompliment werde ich an Wingardio weitergeben 😉